Eine weit verbreitete Ćberzeugung im Retail ā aber stimmt sie wirklich?
In unseren Retail-Coaching-Programmen hƶren wir von Store-Leitern sehr oft diesen Satz:
Area Manager
Store Manager
Sales Advisors auf der FlƤche
āDer Traffic liegt nicht in unserer Hand.ā
Und teilweise stimmt das auch.
Wenn wir über Verkaufseffektivität im Retail sprechen, konzentrieren sich die meisten Teams auf drei zentrale KPIs:
- Conversion Rate
- Durchschnittlicher Bon (Average Ticket)
- UPT (Units per Transaction)
Und das ist absolut richtig.
Diese Kennzahlen hƤngen direkt mit der QualitƤt der Beratung und dem Kundenerlebnis im Store zusammen.
Doch wƤhrend unserer Retail Coaching Zertifizierung bei CapKelenn stellen wir den Teams hƤufig eine etwas subtilere Frage ā eine oft unterschƤtzte Wachstumshebel:
Den Store-Traffic ā oder im internationalen Retail auch āFootfallā genannt.
Das Modell für auĆergewƶhnliches Wachstum
In meinem Buch āRetail Coachingā (4. Auflage) stelle ich das Modell für auĆergewƶhnliches Wachstum vor.
Dabei stelle ich den Teams eine sehr einfache Frage:
Kann ein Store-Team pro Tag 10 zusƤtzliche Besucher anziehen?
Oder anders gesagt:
Kann ein Team den Footfall beeinflussen?
Die meisten Manager antworten sofort:
āDer Traffic liegt nicht in unserer Verantwortung.ā
Dann stelle ich eine zweite Frage:
āAch wirklich? Und wessen Verantwortung ist es dann?ā
Die Antworten sind fast immer dieselben:
- Marketing
- das Wetter
- die wirtschaftliche Situation
- politische Entwicklungen
- Baustellen vor dem GeschƤft
- die Lage des Einkaufszentrums
Aber ist das wirklich die ganze Wahrheit?
Kontrolle vs. Einfluss: ein Schlüssel für Leadership im Retail
In āDie 7 Wege zur EffektivitƤtā beschreibt Stephen Covey ein sehr kraftvolles Konzept.
Es gibt zwei Kreise:
- Was wir kontrollieren
- Was wir beeinflussen kƶnnen
Diese Unterscheidung ist zentral im Sales und Retail Coaching.
Viele Retail-Leader konzentrieren sich ausschlieĆlich auf das, was sie direkt kontrollieren kƶnnen.
Doch auĆergewƶhnliche Teams arbeiten auch bewusst mit dem, was sie beeinflussen kƶnnen.
Und genau dort beginnt sich auch der Traffic beziehungsweise Footfall zu verƤndern.
Das LƤcheln meiner BƤckerin
Lassen Sie mich ein einfaches Beispiel teilen.
Die BƤckerin in meinem Viertel in Frankreich.
Ihr LƤcheln.
Ihr herzlicher Empfang.
Die persƶnliche Verbindung, die sie mit jedem Kunden schafft.
In meinem TEDx-Talk nenne ich das ādas LƤcheln meiner BƤckerinā.
Diese kleinen Gesten erzeugen:
- Reputation
- Mund-zu-Mund-Empfehlungen
- LoyalitƤt
- und manchmal sogar eine kleine āAbhƤngigkeitā von ihrer BƤckerei
Und all das führt zu etwas sehr Konkretem:
Mehr Menschen betreten den Laden.
Mehr Footfall.
Wenn das Kundenerlebnis Traffic erzeugt
Genau das passiert auch in vielen Retail-Segmenten:
- Kosmetik
- Mode
- Schmuck
- Telekommunikation
- Elektronik
- Shopping-Center-Stores
Wenn das Erlebnis im Store auĆergewƶhnlich ist, passiert etwas sehr Kraftvolles:
Kunden sprechen darüber.
Sie empfehlen den Store weiter.
Sie kommen wieder.
Und sie bringen andere Menschen mit.
Das Ergebnis:
Mehr Traffic. Mehr Footfall.
Kann ein Store Fans gewinnen?
In etwa 90 % unserer Trainingsprogramme sind Retail-Leader zunƤchst überzeugt, dass der Traffic auĆerhalb ihrer Verantwortung liegt.
Doch Coaching wird wirklich kraftvoll, wenn sich der Mindset verƤndert.
Wenn Teams nicht nur auf das schauen, was von ihnen abhƤngt, sondern auch auf das, was sie beeinflussen kƶnnen.
Zum Beispiel:
- Kann Ihr Store Fans erzeugen?
- Entwickelt Ihr Team echte Clienteling-Beziehungen?
- Wird das Store-Erlebnis zu etwas, über das Kunden sprechen möchten?
Wenn das geschieht, verƤndert sich etwas Grundlegendes.
Der Footfall ist nicht mehr nur eine externe Variable.
Er wird zu einer Konsequenz des Erlebnisses, das das Team jeden Tag schafft.
Eine einfache Frage, die Stores verƤndern kann
AuĆergewƶhnliches Wachstum im Retail beginnt oft mit einer sehr einfachen Frage:
āWas kƶnnten wir heute tun, um nur 10 zusƤtzliche Besucher anzuziehen?ā
Nicht hundert.
Nicht tausend.
Nur zehn.
Denn 10 zusƤtzliche Besucher pro Tag ā 10 mehr Footfall ā kƶnnen die Performance eines Stores deutlich verƤndern, wenn das Team sie in Kunden verwandeln kann.
Reflexion für Retail-Leader
Eine letzte Frage:
Kann ein Store-Team den Traffic ā den Footfall ā wirklich beeinflussen?
Und wenn die Antwort Ja lautetā¦
Was kƶnnte Ihr Team bereits morgen beginnen anders zu tun?www.capkelenn.com
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Benoit MahĆ© – Mitbegründer von CapKelenn